Was ist Chinese Boxing?

Eine Übersetzung des Artikels „What is chinese boxing? von der Seite www.chineseboxing.com, Übersetzung Karsten Röder

Was ist Chinese Boxing? Wie wir sehen werden, ist diese Frage nicht so einfach zu beantworten, wie man denken könnte. Die korrekte Bezeichnung in chinesischer Sprache ist „Chung-Kuo Chuan“, was man wörtlich als „chinesische Faust“ übersetzt. Jedoch wird diese „Faust“ meist als „Boxen“ übersetzt und meint Nahkampf.

In einigen Beziehungen ist diese Bezeichnung missverständlich und unglücklich, weil heutzutage „Boxen“ ein bestimmter Sport ist und Chinese Boxing kein Sport, sondern ein kompromissloses Streben zu Überleben in lebensgefährlichen Situationen ist. Westliches Boxen benutzt nur die Hände, die der Boxer in Handschuhe stecken muss. Chinese Boxing hat keine solchen Beschränkungen. Es benutzt den gesamten Körper als Waffe. Es war niemals als Spiel gedacht und kennt daher keine unerlaubten Mittel.

Ein Kampfkünstler, der in Chinese Boxing geübt ist kann an einem Sportwettkampf teilnehmen aber er wird nicht unangepasst Chinese Boxing im Ring anwenden. So etwas zu tun wäre unethisch, da sein Leben nicht in Gefahr wäre und sich die Einsätze bei einem solchen Turnier lediglich auf Stolz und Geld beschränken.

„Chung-Kuo Chuan“ kann daher präziser als „Chinesische Überlebenskampfmethode“ übersetzt werden. Aber so wie wir vom Chinese Boxing Institut diese Bezeichnung benutzen ist es nicht nur irgendeine chinesische Methode für Selbstverteidigung, sondern eine sehr spezielle Methode. Es gibt zahllose Stile in den chinesischen Kampfkünsten, die zur Selbstverteidigung gedacht sind aber nur einige davon beziehen sich auf das bestimmte Denken, das unser Chinese Boxing charakterisiert. Darüber hinaus bezieht sich Chinese Boxing auf eine bestimmte Philosophie und eine Reihe von Prinzipien. Um zu wissen, was Chinese Boxing ist, muss man diese zu Grunde liegende Theorie kennen.

Die Grundlage des Chinese Boxing ist das Studium der Energie. Chung-Kuo Chuan ist die Wissenschaft von der Nutzung und Kontrolle von Energie. Es strebt danach, Kraft zu generieren und auf eine Person wirkende Kräfte zu kontrollieren, ohne dafür von physischer Größe oder Stärke abhängig zu sein. Der Schlüssel zu diesem Ziel ist die Meisterung der eigenen Energie und die Manipulation der Energie des Angreifers. Aus diesem Grund ist Chinese Boxing auch als „Energy Boxing“ bekannt.

Als Resultat dieses Schwerpunkts schwinden die zentralen Fähigkeiten nicht mit dem Alter. Während Muskelstärke und Geschwindigkeit unweigerlich verschwinden, kann interne Energie immer weiter kultiviert werden. Darüber hinaus kann sich ein Energy-Boxer mit dem Alter immer weiter in seiner kämpferischen Effektivität verbessern. Es ist tatsächlich so, dass viele Meister des Chinese Boxing 60 oder 70 Jahre alt sind. Trotz ihres Alters sind sie gefürchtete Kämpfer. Das steht in großen Gegensatz zu dem meist sportlichen Aktivitäten, bei denen die Sieger von gestern heute nicht mehr antreten würden.

Obwohl das Studium der Energie der Schlüssel zum Chinese Boxing ist, soll man nicht glauben, dass jede chinesische Kampfkunst, die sich mit dem Studium von Energie beschäftigt auch Chinese Boxing in unserem Sinne darstellt. Genauso wie zahllose Stile zur Selbstverteidigung gedacht sind, glauben auch viele Stile, dass Energie irgendeine Rolle im Kampf spielt. Sie werden jedoch nicht darüber übereinstimmen, wie diese Rolle zu definieren ist. Unser Chinese Boxing repräsentiert eine besondere Sichtweise darauf, wie Energie nutzbar gemacht werden soll und wie sie im Kampf manipuliert werden kann. Wir kommen daher darauf zurück, dass man um Chinese Boxing zu kennen, dessen Theorie kennen muss.

Der Begründer meiner Kampfkunst, der späte Christopher G. Casey (auch bekannt als Sifu Kai Sai) glaubte, dass Chinese Boxing auf zehn fundamentalen Prinzipien beruht, genauso wie die gesamte klassische Geometrie auf zehn Prinzipien beruht.

Mr. Caseys großer Beitrag bestand darin, diese zehn Prinzipien aus seinen Studien verschiedenen chinesischen Großmeistern herausdestilliert zu haben. Bei dem Studium einer Vielzahl von Kampfkünsten realisierte er, dass diese einen „gemeinsamen Nenner“ haben. Mit seiner Gabe für Einsicht und Analyse war er fähig, deren gemeinsame Essenz in Form der zehn Prinzipien zu abstrahieren. Daher war Casey so etwas wie ein Euklid (der alte griechische Mathematiker, der erkannte, dass alle bis heute bekannte Geometrie auf fünf Grundsätzen und fünf Annahmen beruht.

Obwohl wir unser hohes Verständnis der Prinzipien Herrn Casey verdanken, hat er diese nicht selbst entdeckt. Sie wurden vor Jahrhunderten entdeckt und von Hand zu Hand über Generationen weitergereicht, jeweils nur einem kleinen privilegierten Kreis von Personen. Allerdings kann Casey als der erste westliche Mensch angesehen werden, der eine präzise Theorie entwickelt hat, die diese Prinzipien auf einem hohen intellektuellen Niveau beschreibt. Er entwickelte eine präzise Analyse von etwas, das bis dahin von vielen nur auf einer intuitiven Ebene verstanden wurde. (An dieser Stelle sollte angemerkt werden, dass er beruflich im internationalen Rückversicherungsgeschäft tätig war und dabei einen Universitätsabschluss in Philosophie hatte.)

Es gibt dafür eine interessante Parallele aus der Welt der Popmusik: In den 1960ger Jahren schlugen die Beatles in der Musikszene ein wie eine Bombe. Sie hatten keine formale Ausbildung und keine Kenntnisse von Musiktheorie, sie konnten zu Anfang nicht mal Noten lesen. Der musikalische Gigant Leonard Bernstein wies allerdings schnell darauf hin, dass die Beatles brilliante musikalische Werke auf Augenhöhe mit Jemandem wie George Gershwin schufen. Bernstein mit seinem großen Hintergrundwissen über Musiktheorie hat Universitätsvorlesungen darüber gehalten, was genau John Lennon und Paul McCartney genau gemacht haben, dass ihre Musik so herausragend gemacht hat.

Mr. Casey war wie ein Leonhard Bernstein, der unter intuitiven Genies wie John Lennon und Paul McCartney studiert hat. Natürlich war er nicht nur ein Bücherwurm, der das Wissen dieser Kampfkünste nur auf dem Papier erlangte, genauso wie Bernstein (der die „West side story“ schuf) nicht nur ein akademischer Kenner der Musik war. Als praktisches Resultat seiner Einsichten war Casey fähig, Wissen aus einer Vielzahl von Quellen zusammenzuführen. Er studierte mit einer beispiellose Anzahl von chinesischen Großmeistern und meisterte eine große Anzahl von Boxstilen. Er wurde ein wahrer Meister der Energie.

Jeder von uns kann dem von Mr. Casey vorgegebenen Weg zur Meisterung der Energie folgen, wenn wir uns – wie er – vorbehaltlos dem Studium der zehn Prinzipien widmen. Diese Prinzipien allein sind ein eigenes Buch wert, sollen jedoch im Folgenden kurz angesprochen werden:

Rooting ( Verwurzeln )
Mit Verwurzeln ist die feste Verbindung des Körpers mit dem Boden gemeint. Die Aufmerksamkeit richtet sich dabei auf die Fußsohlen. Das Zentrum ( Tan Tien ) wird so abgesenkt, daß wir gefühlsmäßig auf den Füßen sitzen. Die Füße selbst kleben wie Saugnäpfe auf dem Boden. Die Schwerkraft durchdringt dabei die Fußsohlen und bildet eine Einheit mit der Erde. Diesen Zustand halten Fortgeschrittene selbst im Bewegung aufrecht.

Centerness ( Zentrierung )
Auf dem „sitzenden“ Zentrum wird die Wirbelsäule Lotrecht zentriert. Wir stellen uns vor, dass eine innere Stange vom Scheitelpunkt zum Beckenboden den Körper gerade hält. Diesen Zustand bewahren wir in jeglicher Bewegung. Nie wird der Oberkörper ( über eine minimale Toleranz hinaus ) gekrümmt.

Body State ( Körperstatus )
Körperstatus meint die entspannte, durchlässige Muskulatur. Kein Muskel wird über die notwendige Haltespannung hinaus, zusätzlich angespannt. Dadurch wird die innere Mechanik flexibel gehalten. Die Energieleitbahnen bleiben geöffnet. Verspannungen jeglicher Art werden so vorgebeugt. Darüber hinaus werden Schnelligkeit und physische Sensibilität  gefördert.

Line and angle ( Linien und Winkelkontrolle )
Linien und Winkelkontrolle bedeutet in erster Linie, daß wir immer eine gradlinige Stellung zu unserem Gegner einnehmen. Unser Skelett richtet sich immer so aus, daß die Zentrallinie des Gegenübers bedroht wird, ohne dabei die eigene Zentrallinie zu öffnen. Dazu müssen die Winkelfunktionen des Skeletts immer optimal koordiniert werden. Über diese Koordination kann sich die innere Mechanik frei entfalten und innere Energie ungehindert fließen.

Projection ( Durchschlagsenergie )
Wenn wir einen Schlag, Wurf, Hebel usw. ausführen geht unsere Energie nicht auf den Punkt, sondern durch den Punkt. Die Energiewirkung setzt sich hinter dem Ziel fort.

Forwardpressure ( Gleichgewichtsbrechender Vorwärtsdruck )
Haben wir Körperkontakt zum Gegner stoßen wir unabhängig von der technischen Methode zum Zentrum des Gegners vor. Dadurch wird er in einem ständigen Ungleichgewicht gehalten, sodaß er keine koordinierten Bewegungen mehr ausführen, geschweige denn, wirkungsvolle Techniken anwenden kann.

Six/Nine Change ( Wandlungsfähigkeit, Gleichgewichtskontrolle )
Hier handelt es sich um die Fähigkeit technische Methoden fließend und ansatzlos zu wechseln ohne das Gleichgewicht zu verlieren.  Der Körper agiert wie ein Steh-Auf-Männchen. Er findet ständig in seine Nullposition zurück.

Unitary ( Ganzheitlichkeit )
Bei Energieaufnahme bzw. -abgabe ist immer der ganze Körper beteiligt. Ein Fauststoß z.B. wird nicht nur mit dem Arm ausgeführt, sondern hat seinen Ursprung in den Füßen. Wir nutzen  die „Kraft der Erde“. Nehmen wir z.B. einen Fauststoß auf, schlagen wir ihn nicht einfach zur Seite. Unser Körper übernimmt nun vielmehr die Funktion einer Spirale, die den Druck in die Erde leitet.

Yielding ( körperliche Elastizität )
Eine Kraft so groß sie auch sei, kann nur zur Wirkung kommen wenn sie auf Wiederstand stößt. Wo nichts ist kann auch nichts zu Schaden kommen. Der spannungslose Zustand unseres Körpers ermöglicht die elastische Kompensation von eintreffender Energie. Als Vergleich bietet sich hier ein Baumwollballen an. Dieser kann gedrückt werden gibt nach und nimmt wieder seine Form an.

Mind Hit ( mentaler Schock, Finte etc. )
Hier wird der Geist des Gegners angegriffen. Das fängt schon damit an, daß ich ihn im unklaren lasse, was ich vorhabe. Ich nehme z.B. keine besondere Kampfstellung ein. Oder ich verhalte mich völlig untypisch indem ich z.B. einen Psychopathen spiele. Oder ich lenke ihn durch Schreien, Spucken, Fragen stellen, Finten usw. ab. Der Mind Hit spielt in der Selbstverteidigung eine außerordentlich wichtige Rolle, weil der Gegner in seinem Gedankengut und somit in seiner Steuerzentrale angegriffen wird.

 

Diese zehn Prinzipien verschmelzen wie mit einer „magischen Formel“ zu einer einzigartigen Form der meisterlichen Beherrschung von Energie. Wir bezeichnen sie daher als die „Prinzipien der Energiebeherrschung“ Chinese Boxing ist daher nicht eine bestimmter Kampfstil sondern eine Art von Kampfkunst. Jeder chinesische Stil, der sich an die vorgenannten Prinzipien der Energiebeherrschung hält, fällt in die Kategorie „Chinese Boxing“.

Natürlich muss eine Kampfkunst nicht chinesischen Ursprungs sein, um mit den Prinzipien der Energiebeherrschung übereinzustimmen. „Energy Boxing“ kann sich auf jede Kampfkunst beziehen, die zu den Prinzipien steht. Chinese Boxing ist daher eine Unterart des Energy Boxing.

Die Frage, aus welchen Kampfkünsten Energy Boxing genau besteht, kann nicht beantwortet werden, da ein bestimmter Stil von einem Ausbilder in Übereinstimmung mit dem Prinzipien gelehrt werden kann, während die Präsentation desselben Stils durch einen anderen Ausbilder nicht mit den Prinzipien übereinstimmen kann. Und nur in dem ersten Fall würde der Stil zum Energy Boxing gezählt werden können. In der Theorie kann jeder Stil in Übereinstimmung mit den Prinzipien gelehrt werden, aber manche Stile sind besser dafür geeignet, die Prinzipien zu transportieren, als andere.

An einem Ende des Spektrums haben wir die besser formulierten Stile, wie die drei klassischen chinesischen internen Kampfkünste Tai Chi Chuan, Pakua Chang und Hsing-I Chuan. Unglücklicherweise sind einige Übende dieser Stile nicht in den Prinzipien unterrichtet. Dies ist speziell so in Bezug auf Personen, die Tai Chi Chuan eher als Gesundheitsübung, denn als Kampfkunst betreiben. Solche Personen können zwar wissen, wie Energie in ihnen selbst erzeugt werden kann, aber sie sind verloren, wenn es dazu kommt, diese Energie im Kampf anzuwenden und die Energie eines Angreifers zu kontrollieren.

Auch solche Übenden, die Tai Chi ‚(oder Pakua oder Hsing-I) mit einem Kampfbezug studieren, können bei ihrem Verständnis der Prinzipien sehr beschränkt sein. Diese können ihren Stil zwar als eine Art zu kämpfen präsentieren, aber diese Art zu kämpfen ist weit davon entfernt ihr volles Potiential zu entwickeln. Auf Basis meiner Erfahrung würde ich sagen, dass lediglich eine kleine Minderheit sich tatsächlich in Richtung Energy Boxing entwickelt.

Auf der anderen Seite des Spektrums sind Stile mit eine Anzahl von eingebauten Hindernissen für die Meisterung der Prinzipien der Energiebeherrschung, Stile die zu schlechten Verhaltensweisen anhalten. Harte Stile fallen generell in diese Kategorie. Man kann die Beherrschung der Prinzipien auch in einem solchen Stil lernen, aber man lernt es in einer feindlichen Umgebung. Es wäre in etwa so, als ob man in Treibsand versuchen würde schwimmen zu lernen. Wenn der Schüler dann eine Energy Boxing-Version eines solchen Stils präsentieren würde, wäre diese Präsentation sehr verschieden von der üblichen Präsentation dieses Stils. Es wäre, als ob dieser Stil einer radikalen Operation unterzogen worden wäre.

Kompakter Selbstverteidigungskurs im Chinese Boxing Institute Peine

Nach einiger Schulung in dem neuen Selbstverteidigungskonzept von Meister Detlef Zimmermann präsentieren wir nun stolz unseren neuen und kompakten Selbstverteidigungskurs für Jedermann.

Ziel ist es Menschen, die sich nicht für ein jahrelanges Kampfkunsttraining interessieren, in die Lage zu versetzen, bedrohliche Situationen zu erkennen, zu vermeiden und diese gesund zu überstehen.

Der Kurs kann ab sofort über Karsten Röder (Tel. 0176 44704044)gebucht werden.

Selbstverteidigungskurs bei FitnessLiebe mit Bild

 

Neues Jahr, Neue Räume

Wie einige bemerkt haben, wurde der Platz im Trainingsraum des Physiocare zunehmend enger. Mit dem Inhaber des Vitasports auf der Werderstraße, Herr Jörn Liebe, konnten wir einen neuen Vermieter finden, der uns tolle Trainingsbedingungen in größeren Räumen bietet. Daher findet am Montag, dem 29.12.2014, das letzte Training im alten Jahr und in den Räumen des Physiocare statt. Das Training läuft ab Montag, dem 05.01.2015 in den neuen Räumen im Vitasport auf der Werderstraße weiter. Die Trainingszeiten ändern sich (Beginn eine Viertelstunde später und Mittwochstraining verschoben auf Donnerstag).

Uns und Euch einen Guten Rutsch und einen guten Start ins Neue Jahr 2015

Die geheime Geschichte der Inneren Chinesischen Kampfkünste von Sal Canzonieri

Eines der genialsten Bücher, die mir in der letzten Zeit „über den Weg gelaufen“ sind, ist das Buch „Die geheime Geschichte der Inneren Chinesischen Kampfkünste“ von Sal Canzonieri. Es stellt auf nachvollziehbare und wissenschaftlichen Ansprüchen genügende Weise dar, wie sich die bekannten Inneren chinesischen Kampfkünste entwickeln könnten. So wird auf logischen Weise mit diversen Mythen aufgeräumt und die „Großen Drei“ Bagua, Xing Yi und Tai Chi werden als das natürliche Produkt ihrer Zeit und der besonderen Bedingungen unter denen der jeweilige Gründer lebte und trainierte erklärt. Das ist hier Eindrucksvoll gelungen. Eine Zusammenfassung des Buches gibt es in Form der „Schlussfolgerungen“ am Ende des Buches. Die finde ich so toll, dass ich sie einfach übersetzt habe, um sie mit Anderen teilen zu können. Schaut es Euch an!

Übersetzung Conclusion aus Sal Canzonieri

Was ist Tai Chi?

Ich halte gerade eine Tai-Chi-Einführungskurs an der KVHS Peine. Der Kurs läuft gut und ich wollte den Teilnehmern ein Handout geben, dass gut zusammenfasst, wass Tai Chi eigentlich ist … Auf der englischen Wikipedia habe ich dazu einen Super-Artikel gefunden, den musste ich nur noch übersetzen und etwas kürzen … sind trotzdem neun Seiten geworden. Empfehle ich jedem, der an einer guten Zusammenfassung zum Thema Tai chi interessiert ist.

Tai Chi Chuan – Übersetzung Artikel aus englischer Wikipedia

Einzigartig in Peine:
Karsten Röder bietet Kurse in chinesischem Boxen an

Quelle: Peiner Allgemeine vom 09.01.2014 (hui)

Der neue Weg zu authentischer Kampfkunst

 

Peine. Sehr direkt wirkt die chinesische Box-Kampfkunst, die Karsten Röder ab sofort in seinem Chinese Boxing Institute anbietet: Hsing I Chuan oder auch Xing Yi Quan nennt sich der moderne Kampfsport, der aus der Entspannung heraus explosiv mit schnellen, direkten Bewegungen arbeitet.

„Dabei wird der Kraft mit Technik begegnet“, erklärt Röder den Unterschied zu anderen Kampfsportarten, wie beispielsweise Taek Won Do, wobei auf Kraft mit Kraft reagiert wird.

Röder hat viele fernöstliche Kampfsportarten ausprobiert. Für ihn ist Hsing I Chuan eine vollkommene Möglichkeit, in der Zusammenwirkung von Körper und Geist Selbstverteidigung zu erlernen und gleichzeitig geistige und körperliche Fitness zu erlangen. „Das kann jedermann in jedem Alter lernen“, sagt er.

Auch Tai-Chi-Kurse bietet der Kampfkunstlehrer in seinem Institut an. „Tai Chi ist nicht nur eine Meditationsübung, sondern auch eine Kampfkunst, mit der man sich verteidigen kann. Man macht es langsam, um die Bewegungsmuster zu erlernen und zu vertiefen und sie dann einwandfrei schnell zu können“, beschreibt der Kursleiter diese Sportart mit hohem Entspannungspotenzial und Fitnesswirkungen für den ganzen Körper sowie die inneren Organe.

Beides lehrt Röder in der Physiotherapeuten-Praxis Physio Care von Daniel Schulz am Schwarzen Weg 7 in Peine. Die Kurse finden zur Zeit montags und mittwochs jeweils zwischen 19 und 21 Uhr statt. Demnächst möchte Röder auch Selbstverteidigungskurse für Kinder einrichten.

Peines erste Schule für innere Kampfkunst